Dirty Deetz

Mal Deetz bergauf, mal Deetz bergab

Germany / / 00:06:32 min

In Deetz, einer Deponie in Brandenburg, endet Berlin. Hier wächst ein Berg aus Bauschutt, der die Kehrseite des urbanen Wachstums und der Profitgier markiert. Der Film analysiert die ökologischen und sozialen Folgen des Berliner Abriss. Über 50 % des städtischen Abfalls stammen aus dem Bauwesen. Doch statt echter Kreislaufwirtschaft herrscht „Downcycling“ vor. Hochwertiges Material landet meist nur noch als Schotter im Tiefbau oder zur Profilierung auf Deponien. Mit dem Abriss verschwinden gewachsene Sozialstrukturen, Stadtgeschichte und die Biografien der Bewohner. Berlin tauscht seine Seele gegen gesichtslose Architektur ein. Die Deponie Deetz wird so zum Mahnmal einer Gesellschaft, die den Wert des Erhaltens der Gier nach Rendite opfert.
Montag, 24.08.2026 20:00
Block 2
Kaiserhof +


Q&A – Aus diesem Film ist eine filmschaffende Person für ein Q&A anwesend.


Film maker
Fritz Hahn

Als Student der Visuellen Kommunikation an der Universität der Künste Berlin erforscht Fritz Hahn die ästhetischen und gesellschaftlichen Strukturen des urbanen Raums. Sein dokumentarischer Essay „Mal Deetz bergauf, mal Deetz bergab“ (Dirty Deetz) ist sein erstes Filmprojekt. Getrieben von Fragen nach den materiellen Folgen unserer Baupraxis nutzt Fritz Hahn erstmals das Medium Film als Werkzeug der Langzeitbeobachtung. Die Arbeit versteht sich als visuelle Bestandsaufnahme einer Stadt im Wandel.